youkimagazin


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Wenn sechs Länder gemeinsam Essen gehen

Turkey says: Hungry?
Austria says: Yes.
Germany, Sweden, Amerika and China also need some food!
Also wo bekommen die Ländervertreter_innen nun was zu essen?
Auswahlkriterien: nahe, gut und sättigend. „Nai Baan“: schön, gut und lecker, aber irgendwann kann man den Reis auch nicht mehr riechen. Für Strudel bei „Strassmair’s“ ist es leider schon zu spät. Deutschland schlägt Divan vor. Im Divan werden italienische Pizza und Pasta, typisch türkische und österreichische Gerichte und auch ein bisschen was aus Mexiko angeboten. Das volle Programm also.
Die Speisekarte gibt’s jedoch nur auf Deutsch, also übersetzen wir Moussaka, Jägerpfandl und Mantı für China auf Englisch.
Schweden und Amerika sind trotz des vielseitigen Angebots wie es scheint froh darüber, dass es auch Wiener Schnitzel mit Pommes gibt.
Deutschland, Türkei, China und Österreich bleiben auf der Speisekarte bei den türkischen Seiten hängen.
Die Bedienung spricht hier wie die Speisekarte auch nur Deutsch. Deutschland und Österreich bestellen für den Rest der Welt. Im Divan sind zwar alle sehr freundlich, aber wirken ein bisschen träge und unmotiviert. Vielleicht haben sie ja auch wie wir die ganze Nacht durchgetanzt und sind einfach nur müde.
Bis das Essen kommt lernt man sich kennen: Wie heißt du? Von wo? Wieso bist du hier? Welchen Film hast du gemacht?
Die Weitgereisten sprechen über ihre Reiseerfahrungen und Reisepläne. Österreich erklärt die kleine Stadt Wels und Schweden und Amerika erzählen von den Affen im Welser Zoo, den sie schon besucht haben.
China tut sich sehr schwer bei der Aussprache unserer Namen, deshalb wird einfach verkürzt und Johannes heißt ab jetzt „Jo“ und aus Berkant wird „Brak“.
Türkei und Österreich sind schon fast Außenseiter hier. Beide haben keinen Film gemacht. Österreich muss hier bloggen und Türkei leitet eigentlich lieber Festivals in Istanbul. Türkei erzählt, dass es in Istanbul und der ganzen Türkei eigentlich sehr viele Filmfestivals gibt, aber sehr wenige für junge Filmemacher_innen und junges Publikum. Deswegen veranstaltet Türkei das Kurzfilmfestival TISFEST. Im Rahmen des Festivals findet auch immer ein Wettbewerb für Filme von 13- bis 19-jährigen statt. Deswegen hat Türkei auch die weite Reise auf sich genommen, um sich die YOUKI anzusehen. Am liebsten würde Türkei im nächsten Jahr auch mitarbeiten.
Dann kommt das Essen. Es wird erst mal begutachtet, gekostet und überlegt. Türkei meint, dass dies das beste Mantı sei (mit Faschiertem gefüllte Teigtaschen, die mit Joghurt und Paprika-Sauce serviert werden), das er je irgendwo gegessen hat. Das soll schon was heißen.
Es scheint so, als seien alle zufrieden und am Ende ist auch jede_r so satt, dass kurz einmal Stille zwischen den Ländern herrscht.
Türkei, Schweden, Deutschland und China gehen zurück ins Hostel. Amerika wird die Kamera auspacken und filmen. Österreich muss schreiben. Aber man sieht sich sowieso am Abend bei Bier und Fetzi wieder. Bis später dann!

von Anna Rieder


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„Für Valerie“ bei der YOUKI

Inzwischen ist es schon sechs Jahre her, dass ich zum ersten Mal als Regisseur mit einem Film bei der YOUKI vertreten war. „Für Valerie“, mein insgesamt vierter Film beim Festival, wurde heute im Wettbewerbsprogramm 4 im Alten Schlachthof präsentiert. Die Location des Alten Schlachthofs versprüht seit jeher einen gewissen Charme, der auch nicht durch etwaige sichtversperrende Pfosten oder teils improvisierte Kinotechnik getrübt werden kann. So konnte ich es auch ganz gut verkraften, dass mein Film leider etwas unterblichtet projiziert wurde – der Stimmung im Saal tat dies keinen Abbruch. Nach der Präsentation baten die sehr jungen, aber auch sehr kompetenten Moderatoren, die jeweiligen Filmemacher_innen auf die Bühne, um diese und das Publikum dann aufgrund von Zeitmangel mit ein bis zwei Fragen beziehungsweise Antworten abzuspeisen, was aber an sich auch einen ganz eigenen Witz hatte.

Das Filmsofa, auf das Laura-Lee Röckendorfer in Zusammenarbeit mit dorf.tv an drei Tagen während der YOUKI ausgesuchte Filmschaffende bittet, gab mir dann sowieso einen breiteren Rahmen, um gemeinsam mit anderen Filmemacher_innen zum Thema „Es wird geliebt – Liebe-Kino-Schule“ ausführlich über unsere Filme und deren Hintergründe zu sprechen. Es ist schon erstaunlich, welche Fernseh- respektive Kameratechnik dafür aufgebaut wurde, und welch angenehme Atmosphäre während der dreiviertelstündigen Sendung im Studio herrschte.

Ich hoffe, auch nächstes Jahr wieder als Filmemacher bei der YOUKI dabei zu sein, und freue mich schon auf die restlichen Filme!

von Georg Csarmann


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Mein aufregender Weg zur YOUKI

Dienstag, 20. November 2012:

07:46 Uhr:
Nachdem ich mich endlich und viel zu spät aus dem Bett gequält, die letzten Sachen in den Koffer geschmissen und die letzten organisatorischen Dinge erledigt habe, renne ich zum Zug, der bereits in den Bahnhof eingefahren ist und kurz vor der Abfahrt steht.

Gerade den Zug nicht verpasst, löse ich eine Karte nach Wels beim Ticketautomaten.
Laut Fahrkarte von Antiesenhofen nach Wels über Neumarkt im Hausruckkreis.
Neumarkt im Hausruckkreis? Bedauerlicherweise muss ich feststellen, dass ich mir eine falsche Karte gekauft habe.
Mir bleibt nichts anderes übrig, als noch eine Karte zu lösen.
Von: Antiesenhofen. Nach: Wels. Über: Lambach.
Leider fahre ich auch nicht über Lambach, aber ich hoffe auf das Verständnis der Schaffner_innen, sollten  sie die Tickets kontrollieren.

08:48 Uhr:
Umsteigen – in Attnang-Puchheim steige ich in den Zug Richtung Wien.
Zu meiner Verwunderung hat der Schaffner Verständnis und entwertet meine falschen Fahrkarten.

09:14 Uhr:
Ankunft in Wels. Ich bin ratlos.
Nach ungefähr zehnminütigem Studieren des Stationsplans und einer befragten Passantin finde ich den Busbahnhof, der übrigens genau gegenüber vom Hauptbahnhof liegt. Mein Ziel ist das Medien Kultur Haus.

09:30 Uhr:
Ich suche die Verbindung in die Pollheimerstraße. Zu meinem Unglück liegt diese Straße auf der hellblauen Buslinie. Das bedeutet: Sie ist mit drei verschiedenen Zahlen versehen. Bedeutet das, dass drei Busse in die besagte Richtung fahren? Die zwei Passanten, die ich um die Antwort dieser Frage bitte, sind zwar nett, aber leider ebenfalls ortsunkundig.

Letzter Ausweg: MAMA
Ich rufe meine Mama an und frage, was ich in meiner ausweglos erscheinenden Situation machen soll. Meine Mutter, das gleiche Landei wie ich, hat leider auch keinen Rat.

Schließlich sehe ich einen stehenden Bus mit Busfahrer. Dieser verweist mich auf die andere Straßenseite, sagt, dass er in etwa fünf Minuten dort vorbeifahren und in der Pollheimerstraße stehen bleiben wird.

09:50 Uhr:
Wie besagt holt mich der nette Busfahrer auf der gegenüberliegenden Straßenseite ab und fährt in die Pollheimerstraße.

10:00 Uhr:
Nach zirka zehn Minuten Fahrt und einer angenehmen Unterhaltung mit dem Buschauffeur lässt er mich schließlich fast direkt vor dem Medien Kultur Haus aussteigen.
Ich betrete das Medien Kultur Haus, werde nett von der Gästekoordinatorin Judith empfangen und habe die aufregende Fahrt schon fast vergessen. Die YOUKI kann beginnen… 🙂

von Bernadette Aigner


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Was ist die YOUKI? Part 3


„Youki ist mein Facebook-Freund.“
Marta Kizlich, 29 Jahre


„Ein Film-Festival. Verschiedene junge Regisseure, die Kurzfilme machen. Youki ist ein Wettbewerb.“
Dragana Papic


„Ich weiß nicht was das ist, ich habe die Tasche im Schuhgeschäft bekommen.“
Frau Kaiser (hat eine Youki-Papiertasche)


„Ich war schon mal dort. Ist das das Filmfestival?“
Maria 17


„Youki ist eine große Party!“
Judith, Gästekoordinatorin

von Aida Kone-el-Aji und Bernadette Aigner


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Was ist die YOUKI? Part 2

„Die YOUKI ist einfach einmal im Jahr eine Woche etwas ganz was Besonderes mit vielen lieben Leuten und coolen Sachen zum Anschauen. Fast wie Urlaub, nur mit ein bisschen Arbeit.“
Eva, 20, Studentin, Wartberg ob der Aist/Wien

„Ich finde es super, dass es so etwas gibt. Man lernt viel über Kultur und ich würde selbst auch mitmachen.
In meiner Freizeit fotografiere und filme ich gerne, meistens mich selbst.“
Amra & Shega, 13, Schauergym Wels

„Es ist interessant und gut aber ich müsste mir das vorher mal reinziehen. Da es in Wels nicht so ein großes Kulturangebot gibt, sind genau solche Events sehr wichtig.“
Martin James, 23, Angestellter AMS, Pichl bei Wels

„Ich finde es super, dass es das YOUKI gibt, denn es hat einfach Kultur. Ich mag einfach solche Messen, ich war auch schon auf einer Fotomesse von Greenpeace! Am Freitag werde ich mir selbst das Festival anschauen.“
Phillipp, 25, Greenpeace, Attersee

von Orenda Sophie Mohan & Kathi Gärtner


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Was ist die YOUKI? Part 1

„Wir sind zum ersten Mal in Europa und in den letzten 2 Tagen haben wir uns Wels angeschaut. Unser Film „Duett Dance“ ist der einzige aus China. Wir haben von diesem Festival von unserem Professor auf der Beijing Film Academy erfahren. Die Youki ist klein, aber elegant. Wir werden uns sicher alles ansehen, vor allem die Konzerte.“

Ling Hong, Weizitong Kong
Filmemacherin und Filmemacher aus Peking

„Ich habe nie gewusst, was die Youki wirklich ist. Jetzt habe ich gerade ins neue MKH geschaut. Ich kenne das Gebäude ja noch von damals, als es eine Sparkasse war. Die Innenarchitektur ist mir viel zu modern! Ist das Essen da drinnen vom Vietnamesen oder von Laos?“

Franz Josef
Welser

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„Ich war noch nie bei der Youki, mache aber immer beim Sackerlaward mit. Das ist aber immer viel Arbeit! Ich denke, die Youki ist eine gute Möglichkeit für junge KünstlerInnen sich vorzustellen und bekannt zu werden.“

Brigitte Moser
Besitzerin Musik Moser

„Ich kenn die Youki und habe sogar auf Ö1 von ihr gehört. Wenn das Festival läuft, merkt man das schon. Ich war schon ein paarmal dort, vor allem bei den Veranstaltungen am Abend. Es ist klasse, dass die Youki in Wels stattfindet.“

Franz Strassmair
Cafehausbesitzer Cafe Strassmair

von Rosi Grillmair und Lena Steinhuber


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Der Blog zur YOUKI 14

Vergangenes Jahr ging das YOUKImagazin in eine neue Runde. Statt täglich ein im DIY-Stil gestaltetes Nachrichtenblatt herauszugeben, wurde über die fünf Tage des Festivals an einem Magazin gearbeitet, das nach dem Festival in großer Auflage gedruckt und an alle Interessierten verteilt werden sollte. Die Redaktion des Magazins war bunt zusammengewürfelt und genauso vielfältig wurde das auf A3 und Zeitungspapier veröffentlichte Magazin in seinen Texten und Fotostrecken. Auch dieses Jahr wird es das YOUKImagazin wieder in gedruckter Form geben. Zur YOUKI 14 finden sich dazu unter der Leitung von Bettina Enzenhofer und Mirjam Bromundt 15 interessierte Jugendliche im neuen Medien Kultur Haus zusammen und werden – zwar ein in Format und Aussehen etwas anderes – Festivalmagazin auf die Beine stellen, das auch nach den intensiven Festivaltagen nichts an Informations- und Unterhaltungswert eingebüßt haben wird. Begleitend dazu werden wir diesen Blog hier betreiben, um den Schreibhunger zu stillen und euch da draußen aktiv am Festivalgeschehen teilhaben zu lassen!

Das YOUKImagazin 2011 gibt es HIER zum Nachlesen als PDF.

Und hier schonmal zum Einstimmen der Trailer zur YOUKI 14!